Judo Freudenstadt

TSV Freudenstadt 1862 e.V. - Abteilung Judo

Berichte 2017

Treue Vereinsmitglieder ausgezeichnet

6. Januar 2017

Die Judoabteilung des TSV Freudenstadt freut sich über die Treue ihrer Mitglieder. So durfte Abteilungsleiter Stefan Lippert zu Beginn des neuen Jahres gleich drei Ehrungen aussprechen: Einmal für außergewöhnlich lange 25 Jahre, zweimal für ganze 50 Jahre Mitgliedschaft.

Lippert nutzte das Neujahrskegeln als Bühne für die Auszeichnungen, da sich dort mehr als 20 Vereinsmitglieder eingefunden hatten. Vor dieser großen Gruppe überreichte er die Ehrenurkunde in Bronze für 25-jährige Abteilungszugehörigkeit an Christa Bührle-Stockburger, die Ehrenurkunde in Gold für 50-jährige Treue erhielten Ernst Grießenauer und Michel Hamm.

25 Jahre: Christa Bührle-Stockburger

Christa kommt aus einer Turnerfamilie, und so war der Weg in den TSV bereits vorgezeichnet. Der Großvater und der Urgroßvater wurden ob ihrer Erfolge zu Ehrenmitgliedern des Vereins ernannt. Bei einer TSV-Feier sah die junge Turnerin eine Vorführung der Judoka. Es bedurfte einiger langwieriger Überzeugungsarbeit, bis Christa ins Judo wechseln durfte.

Das Studium unterbrach ihre Judokarriere und die Mitgliedschaft in der Abteilung. Laut Mitgliederliste trat sie am 1. Januar 1992 wieder der Abteilung bei, wenngleich das wahre Datum des Wiedereinstiegs sich im Nebel der Geschichte verliert. Schließlich wusste Stefan zu berichten, dass er seine ersten Schritte auf der Judomatte bei Christa, deren erstem Trainer Horst Zeeb und ihrem Mann Hansjürgen Stockburger bereits im Jahr 1988 unternahm.

50 Jahre: Ernst Grießenauer

Ein Kumpel erzählte unserem Ernst vom Judo. Und weil er als junger Bursche von 15 Jahren gerade seine Lehre "in der Stadt" begonnen hatte und somit ohnehin vor Ort war, begann er mit dem Judosport. Bei Manfred Heilig erlernte er seine Tricks und Kniffe. Als Manne dann an den Polizeiposten in Bad Rippoldsau versetzt wurde, übernahm Ernst das Training der Aktiven und der Jugend. Aus dieser Zeit dürfte auch sein Spitzname "Sensei" stammen. Ab und an half er auch im Kindertraining aus, später war er dann nur noch bei den Kindern als Trainer aktiv. Bis in die 2000-er Jahre hinein stand er in den Anfängerkursen auf der Matte.

Zusammen mit Moni Rack legte er im Jahr 1989 die Prüfung zum Schwarzgurt ab. Befragt nach seinen persönlichen Judo-Highlights nannte er zuerst die Ausflüge zu den Judoka in unserer Partnerstadt Courbevoie sowie das Vergnügen, sich bei zahlreichen Gelegenheiten in den Ligakämpfen mit den Judoka vom benachbarten TV Oberndorf "klopfen" zu können.

50 Jahre: Michael Hamm

Wie bei Ernst steht auch bei Michel der 1.1.1967 als Eintrittsdatum in der Mitgliederliste. Michel war allerdings gerade einmal fünf Jahre alt, als er bei Horst Zeeb noch in der Falkenschule mit dem Judosport begann. Wenn man unser Archiv durchwühlt, dann stößt man insbesondere in den 80-er Jahren auf zahlreiche Artikel, die von Turniersiegen und Meisterschaftserfolgen des auch als "Mister Ausheber" bekannten Kämpfers, dessen Te-guruma unter seinen Gegnern gefürchtet war. Als Mitglied im Landeskader trainierte er nicht nur zweimal die Woche in Freudenstadt, sondern war noch mindestens zwei weitere Male in Haigerloch, Albstadt-Ebingen oder Tübingen unterwegs.

Im Jahr 1988 legte er gemeinsam mit Diddi Wahr die Prüfung zum 1. Dan ab. Als seine Kinder mit Judo begannen, stellte er sich ab diesem Zeitpunkt fest als Kindertrainer zur Verfügung. Und auch heute noch ist er als beliebter Kindertrainer ziemlich regelmäßig auf der Matte, wofür ihm großer Dank gebührt.

Text: Stefan Lippert

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