Judo Freudenstadt

TSV Freudenstadt 1862 e.V. - Abteilung Judo

Berichte 2016

Schwarzer Gürtel für Jule Horn

4. November 2016

Jule Horn vom TSV Freudenstadt hat im Rahmen einer Veranstaltung für Kaderathleten die Prüfung zum 1. Dan bestanden. Damit ist die 18-jähige die bislang jüngste Frau der Judoabteilung mit dem Schwarzen Gürtel.

Da Mitglieder im Landeskader ihre meisten Wochenenden auf Wettkämpfen und Kaderlehrgängen verbringen, können sie die übliche Dan-Ausbildung im Verband mit den zahlreichen Pflichtlehrgängen oft nicht absolvieren. Daher bietet die Leistungssportkooperation des Badischen und des Württembergischen Judoverbandes für diese Judoka in den Herbstferien ein intensives Trainingslager zur gezielten Vorbereitung an. Dieses Jahr nahm auch Jule Horn vom TSV Freudenstadt erfolgreich daran teil. Geleitet wurde der Lehrgang durch den Vizepräsidenten des Badischen Judoverbandes und Landestrainer u18 Fabian Schley (4. Dan).

Samstagmorgen erfolgte bereits die Anreise zum Leistungszentrum Herzogenhorn, wo noch bis Sonntag ein u21-Lehrgang zur Wettkampfvorbereitung anstand. Am Montag begann die Vorbereitung um 7 Uhr morgens. Auch in den folgenden Tagen wurde zu dieser Zeit bereits Techniktraining angesetzt. Nach dem Frühstück folgte ein zweistündiges Katatraining, wobei die Kata für viele der Athleten eine eher ungewohnte Trainingsmethode ist und dementsprechend den meisten Trainingsaufwand bedeutete.

Am Nachmittag stand erneutes Techniktraining auf dem Programm. Da zeitgleich andere Kadermitglieder in der normalen Wettkampfvorbereitung steckten, wurden abends noch einige Runden gemeinsamer Übungskämpfe absolviert.

Am Freitag stellten sich sieben Prüflinge der Kommission, die von Fabian Schley, dem Landestrainer der Frauen u21 János Bölcskei (3. Dan) und Sven Albrecht (4. Dan) gebildet wurde. Am Vormittag mussten alle Teilnehmer die Nage-no-kata (Form des Werfens) demonstrieren. Im Anschluss an die ritualisierte Kata wurde die Beherrschung der Wurftechniken auch aus der freien Bewegung und wettkampfnahen Anwendung überprüft. Dazu sind sieben Techniken in der Prüfungsordnung zum 1. Dan vorgeschrieben, hinzu kommt jedoch noch ein Pool von mehr als 40 Wurftechniken, aus denen eine gro├če Teilmenge zufällig ausgewählt wird und von den Prüflingen demonstriert werden muss.

Nach einer Mittagspause wurde die Bodentechnik überprüft. Den letzten Teil bildete die eigene Spezialtechnik. Hier müssen die Prüflinge ihre bevorzugte Wettkampftechnik demonstrieren und erläutern. Zu den Erläuterungen gehört neben den allgemeinen Wirkungsprinzipien auch, wie eine Technik gegen Widerstand im Wettkampf vorbereitet wird und mit welchen Methoden das gezielte Training durchgeführt werden kann. Jule Horn wählte dabei den tiefen Ippon-seoi-nage, den sie links herum eindreht. Für dieses Prüfungsfach erhielt sie die Bestnoten in der Gruppe.

Die Kommission konnte am Ende eines langen Tages der Sportlerin vom TSV Freudenstadt ebenso wie fünf weiteren Sportlern zur bestandenen Prüfung gratulieren. Eine Athletin verfehlte das anvisierte Ziel.

Text & Foto: Stefan Lippert

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