Judo Freudenstadt

TSV Freudenstadt 1862 e.V. - Abteilung Judo

Berichte 2016

DJB-Talentsichtung in Kienbaum

13.-16. Oktober 2016

Junge Kämpfer der Altersklasse u17 lud der Deutsche Judobund ins brandenburgische Bundesleistungszentrum Kienbaum zur Talentsichtung ein. Unter den sechs männlichen Athleten aus Baden-Württemberg war auch der Freudenstädter Judoka Maxim Hebert.

An vier Tagen mussten sich mehr als 50 Sportler aus dem ganzen Bundesgebiet verschiedenen Leistungstests unterziehen. Nach der Anreise am Donnerstag wurden abends noch verschiedene Lauftests absolviert, wobei es weniger auf die Ausdauer als vielmehr auf schnelle Sprints und Richtungswechsel ankam.

Der Freitagvormittag stand ganz im Zeichen von Krafttests. So mussten in einer vorgegebenen Zeit beispielsweise möglichst viele Seile geklettert werden oder die Schnellkraft wurde überprüft. Nachmittags wurde dann die individuelle Technik in Augenschein genommen. Die Wurftechniken der vom Bundesverband vorgegebenen Grundkampfkonzeption mussten möglichst präzise und effektiv demonstriert werden.

Am Samstag wurde dann ein Poolturnier ausgetragen, bei dem die Kämpfer in gewichtsnahe Pools eingeteilt wurden. Im Vorfeld des Turniers musste jeder Judoka seine individuelle Kampfkonzeption (IKKZ) aufschreiben und bei den Beobachtern abgeben. Die IKKZ umfasst im Zentrum eine Wurftechnik, die von einem Judoka im Wettkampf bevorzugt geworfen wird. Um diese Technik herum sind Wurftechniken aufgebaut, die als Vorbereitung oder nachfolgende Technik im Rahmen von Finten und Kombinationen zum Einsatz kommen. Bei dem Turnier kam es dann nicht nur auf den Sieg alleine an, sondern auch, wie oft die einzelnen Techniken der IKKZ zum Einsatz kamen. Das Turnier dauerte praktisch den ganzen Tag.

Am Sonntag wurden dann die Ergebnisse verkündet, wobei Maxim Hebert gute Noten bekam. Die Judotechnik wurde in 27, die Athletik in 13 Teilbereichen überprüft. Dadurch wurden den Sportlern detaillierte Rückmeldungen gegeben, an welchen Stellen sie in Zukunft noch arbeiten müssen.

Text: Stefan Lippert. Foto: T. Kästle

[Zu den Meldungen 2016]