Judo Freudenstadt

TSV Freudenstadt 1862 e.V. - Abteilung Judo

Berichte 2016

Ausbildung zum Judolehrer - Teil 1

5.-8. Mai 2016

Birgit Binder und Stefan Lippert fahren nach Köln, um am dortigen Olympiastützpunkt Rheinland ihre Ausbildung zum Judolehrer des Deutschen Judobundes zu beginnen. Vier Tage verbrachten sie im Hörsaal oder auf der Matte.

Nachdem sie bereits am Mittwoch angereist waren, begann die Ausbildung am Donnerstagmorgen. Unter den rund ein Dutzend Judoka kamen die Teilnehmer aus ganz Deutschland zwischen Freudenstadt im Süden und Kiel im Norden. In der Vorstellungsrunde stellte sich heraus, dass Personen mit unterschiedlichsten Hintergründen - vom zielgruppenorientierten Breitensport bis hin zum absoluten Leistungssport mit Olympiaambitionen - eine bunt gemischte Gruppe bildeten.

Die Ausbildung zum Trainer-B Breitensport, auch als Judolehrer bezeichnet, leitet Ralf Lippmann, Ausbildungsreferent im DJB. Am ersten Tag ging es um motorisches Lernen und Koordinationstraining in Theorie und Praxis, außerdem stellte Henning Schäfer Ideen und Inhalte des Programms "Judo spielend lernen" vor. Den Abend ließen die Judoka dann gemeinsam im Biergarten ausklingen, denn solche Lehrgänge dienen auch immer dem Austausch der Teilnehmer untereinander.

Am nächsten Tag ging es um die Hintergründe der Technikschulung, außerdem um Themen wie Energiebereitstellung, Kraft, Ausdauer und Beweglichkeit. Während die Themen am Vormittag im Hörsaal besprochen wurden, ging es am Nachmittag auf die Matte, um das Ganze in der Praxis zu erproben. Abends unternahmen Birgit und Stefan mit anderen Teilnehmern noch einen Ausflug in die Kölner Innenstadt.

Am Samstag hatte sich ein weiterer Referent in den Hörsaal geschlichen: Ein lebensgroßes Skelett bot sich an, an ihm die aktiven und passiven Strukturen des Haltungs- und Bewegungsapparates zu erarbeiten. Muskeln und Sehnen, Knochen und Bünder wurden insbesondere im Bereich der Gelenke betrachtet. Auf der Matte ging es am Nachmittag um zielgerichtete Funktionsgymnastik, um die einzelnen Muskelpartien zu kräftigen und zu dehnen. Nach einer anstrengenden Einheit klang der Abend erholsam in der Sauna aus.

Am Vormittag des letzten Tages wurden noch etliche Zweikampfspiele und alternative Randoriformen ausprobiert, ehe im Hörsaal noch eine kurze Theorieeinheit zum Thema Organisationslehre folgte. Nach dem Mittagessen ging es wieder nach Hause.

Der zweite Teil der Ausbildung wird Ende Mai erneut in Kön stattfinden. Zum Lizenzerwerb werden die beiden ihr Bewegungs(vor-)bild überprüfen lassen, eine Hausarbeit und eine Prüfung schreiben, eine zu einem zugelosten Thema geplante Unterrichtseinheit abhalten sowie bei einem anderen Verein hospitieren.

Text: Stefan Lippert

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